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Exhortatorium iudeorum

Ioachim abbas Florensis

Anno: 2006

Numero Collana: 26

edidit A. Patschovsky. Appendix: versio abbreviata Exhortatorii iudeorum auctore incerto confecta, edidit B. Hotz, pp. 438
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Indice

Geleitwort der Herausgeberkommission

IX
Vorwort XI

Einlaitung 1. Autorschaft 2. Titel 3. Gattung, Aufbau und Inhalt 4. Die Idee des Werkes 5. Adressaten und Rezipienten 6. Vorlagen und Traditionszusammenhänge 7. Datierung 8. Handschriften Langfassun Kurzafassung 9. Ratio editionis der Langfassung

1 2 3 6 21 34 39 44 62 64 91 101
Exhortatorium Iudeorum 119
Prephatio in Exortatorio Iudeorum 121

I. De assertione trium personarum A. Communiter de Trinitate B. De Filio et Spiritu Sancto: Quod multa scripta sint de eis in Veteri Testamento, quibus possit probari, quod vere sint, et quod non sint alieni a natura deitatis. 1. Problemstellung 2. Quod sub specie angeli Domini introducatur persona Christi, qui dictus est .. 3. De Spiritu Sancto, quod vere sit in Pentateuco Moysi . C. Quod ideo aborreant Iudei fidem nostram, quia non intelligunt sensum Scripturarum 1. Problemstellung 2. Quod illum Deum adorent Christiani, quem adoravit et coluit Abraham 3. Quod summa virtus sit Deus Pater, summa virtus Filius, ..... 4. Quod idem intelligatur nomine «verbi» et nomine «sapientie» ...

123 123 132 132 132 144 148 148 150 152 158
II. De misterio incarnationis A. Problemstellung B. Schriftbelege C. Quod Iesus, filius Marie, sit Deus et homo .. 167 167 171
III. Quod obcecati sint Iudei pro peccatis patrum suorum, ut non possint intelligere spiritalia verba A. Quod, nisi teneatur spiritalis intellectus, multa inveniantur contraria, quibus solutio dari nequit B. Über die scheinbare Nichtigkeit der Verheißungen Gottes C. Über die Zurückstellung der Verheißungen Gottes gegenüber den Heiden und den Juden 1. Quod reposita fuerit gentibus spes salutis facta ... 2. Quod, sicut predixerunt prophete illuminationem ... 3. Quod non sit salus in exteriori iustitia legis ..... D. Das Tobias- und das Zacharias-Exempel 1. Quod prius curanda erat gentilitas ... 2. Quod hoc ipsum significet obmutatio Zacharie ... 220 222 235 248 248 260 265
Anhang: Die Kurzfassung des Exhortatorium Iudeorum 285
Einlaitung 1. Einführende Vorbemerkung 2. Grundsatzfrage: Früher Entwurf oder spätere Abbreviatur? 3. Stemmatische Einordnung der Kurzfassung 4. Stemmatisches Verhältnis zwischen N und Wo 5. Verfasserfrage: Joachim oder ein späterer Redaktor? 6. Ratio editionis der Kurzfassung 287 287 288 295 302 303 311
Versio abbreviata Exhortatorii Iudeorum incerto auctore confecta 317
Bibliographie 252
Register Bibelstellen Autoren und Werke Namen- und Sachregister Wortverzeichnis 369 371 381 387 397

Presentazione

Die zu den Opera minora zählende Mahnschrift Joachims von Fiore (†1202) an die Juden seiner Zeit ist dessen wichtigste konzeptuelle Äußerung über die Bedeutung der Juden am Ende der Zeiten. Arsenio Frugoni hatte den Text bereits 1957 im Rahmen der Fonti per la storia d’Italia erstmals ediert. Inzwischen hat sich die Handschriftenbasis verbreitert und haben sich die Editionsbedürfnisse verfeinert, so daß eine Neuausgabe nötig wurde. In der Einleitung wird versucht, die Stellung des Traktats im Traditionszusammenhang der christlichen Adversus-Iudaeos-Literatur aufzuweisen, nach Anlaß, Entstehungszeit und Funktion seinen Ort im Oeuvre Joachims zu bestimmen, die Querverbindungen zu anderen Schriften Joachims namhaft zu machen und auf dieser Grundlage das Verhältnis Joachims zu den Juden seiner Zeit zu klären. Dabei kann als wohl wichtigstes Ergebnis für die geschichtswissenschaftliche Diskussion festgehalten werden, daß dieser Traktat eher dem Genre der Pastoralschriften als der polemischen Literatur zuzuweisen ist und religionssoziologisch der Jude als irrender Bruder, nicht als der religiös ‘Andere’ betrachtet wird. In Joachims in drei Stufen analog den Personen der Trinität sich entfaltendem geschichtstheologischen System nehmen die Juden einen den Christen gleichgeordneten Platz ein, den sie im ersten Status der Heilsgeschichte zugewiesen erhielten, den sie im zweiten Status verloren und an die Heidenchristen abgeben mußten, und den sie in einem dritten Zeitalter des Heiligen Geistes gemeinsam mit den Christen wieder einnehmen werden. Joachims Einstellung zu den Juden seiner Zeit ist von diesem heilsgeschichtlich optimistischen Horizont bestimmt, wo das Image des Juden seiner Zeit aus der Perspektive des ‘eschatologischen Juden’ der Zukunft seine Färbung erhält. Nach hermeneutischem Ansatz und sozialethischer Fundierung ist dieser Traktat einzigartig in seiner Zeit.

Il curatore

Geboren 1940 in Ratibor/Oberschlesien, Studium an den Universitäten Göttingen, Wien und München. Promotion 1966, Habilitation 1978, wissenschaftliche Mitarbeiter bei den Monumenta Germaniae Historica (München) 1966-1988, von 1988 bis zur Pensionierung 2005 Inhaber des Lehrstuhls für mittelalterliche Geschichte an der Universität Konstanz. Arbeitsgebiete: Mittelalterlichen Ketzergeschichte, Hussitismus, Geschichte des europäischen Judentums, Eschatologie (Joachim von Fiore). Bücher: Der Passauer Anonymus. Ein Sammelwerk über Ketzer, Juden, Antichrist (1968); Die Anfänge einer ständigen Inquisition in Böhmen (1975); Quellen zur böhmischen Inquisition im 14. Jh. (MGH Quellen zur Geistesgeschichte des Mittelalters 11, 1979). Zahlreiche Aufsätze und Herausgabe mehrerer Sammelwerke, darunter Die Bildwelt der Diagramme Joachims von Fiore (2003) .